Meine Geschichte 2014 bis 2016

Im Februar 2014 stieg ich in Rümlang/ZH zum ersten Mal in ein Kart, womit ich mich schnell zu Recht fand. Dort entdeckte ein älterer renommierter Fahrer mein Talent.

 

Im Mai 2014 erhielt ich mein erstes eigenes Kart, ein Rotax Micro auf einem CRG-Chassis, womit ich in Tenningen/DE meine ersten Runden drehen durfte. Seidem bin ich in Teningen Club-Mitglied. Teningen ist somit meine „Hausstrecke“, gleichwohl ich in der Nähe von Wohlen AG (35min) wohne, ist diese Strecke „nur“ meine zweite Hausstrecke.

 

Ich durfte bereits im August 2014 bei den grösseren Kollegen (10-12 jährigen) mitfahren, welche mich immer wieder motivierten, noch schneller zu werden. Nach mehreren Überlegungen wurde mir im November 2014klar, dass ich so schnell wie möglich Rennen fahren möchte. Da dies in Deutschland/Schweiz erst ab dem 8. Lebensjahr möglich ist, meldete mich mein Vater & Manager in Italien in der DAI-Trophy (Ganzjahres-Meisterschaft Deutschland/Österreich/Italien) an, wo ich für die Schweizer Kartschule „Easykart Switzerland“ in meinem eigenen Team eine Sonder-Start-Erlaubnisbekam. Hierfür erhielt ich am 01.03.2015 mein 2. Kart, ein 60ccm WTP-Kart, welches mir das Rennen in Italien ermöglichte.

 

Genau 14 Tage später startete ich mit 6Jahren, 6 Monaten und 6 Tagen somit mein erstes Rennen in Bozen/I und beendete dies im 1. Lauf auf den 1. Platz. Der 2. Lauf führte mich durch ein „Ersticken“ des Motors auf dem 3. Platz.

 

Ich war von Anfang an beeindruckt vom Tempo und dem Überholen. Und ich stellte fest, dass wir Kinder doch auch neben der Strecke unseren Spass hatten und haben. Auf der Strecke Konkurrenten und vor/nach dem Rennen Kollegen und Freunde. Fussball, Fangen, GameBoy und Fernsehen rundete unsere doch stressigen Rennen ab.

 

Für mich änderte sich die „Welt“ doch massgeblich, als ich in meinem 3. Rennen mit 6 Jahren und 9 Monaten meinen ersten Gesamt-Sieg einfuhr. Diese Nacht – es war ein Nachtrennen, welches erst um 23.00 Uhr startete – werde ich bis an mein Lebensende sicher nicht mehrvergessen. Der erste Sieg war der Schönste? Eindeutig Ja. Und es war kein Zufall, denn ich beobachtete von Anfang an meine beiden vor mir fahrenden Fahrer und setzte meine Strategie, welche ich mir in den ersten Runden zu Rechtlegte, zielstrebig um. In einer einzigen engen „Spitzkehre“ überholte ich beide (überraschte) Fahrer und gab seitdem den Sieg nicht mehr her.

 

Dies gab mir einen extremen Ehrgeiz und Willen. Nein, nun war es kein Spiel mehr. Es wurde ernsthafter Sport mit viel Stress und ebenso viel Spass.

 

SO durfte ich bei meinem letzten Sieg im 2015 mit 7 Jahren und 14 Tagen (wieder in Bozen) als Erster in der DAI-Trophy WTP und somit jüngster Sieger einer europäischen Meisterschaft ein unglaubliches Jahr bejubeln. Wenngleich es das wohl umkämpfteste Rennen in der DAI-Geschichte war (und es 2 Fotofinish brauchte), so war es dann knapp 1Kartlänge, die die Meisterschaft ausmachte. Noch heute habe ich grosse Achtung und Respekt vor meiner damaligen Verfolgerin. Eine grossartige Persönlichkeit und eine liebe Fahrerin, 2 Jahre älter als ich. Unsere Wege kreuzten sich seitdem jährlich.

 

So wechselte ich im 2016 1 Klasse höher zu den Bambini Easy, wo ich abermals der Jüngste war und fuhr in meinem ersten Rennen ebenfalls auf den 2. Platz.

 

Nach dem hart umkämpften 3.Platz in Ampfing begann ich nach nunmehr 8 Rennen mit einem professionellen und regelmässigen Training. Mein neuer Trainer (Testfahrer Formel 1) Fabio Leimer erwartete zu Recht von mir, dass ich mehr investieren müsse. Mein neuer Coach (Fahrer- und Mental-Coach) Jean Louis Capliuk (D) war ebenfalls dieser Meinung und so spulte ich seit April bis Ende August gut 150 Trainingsstunden runter.

 

Bereits am 25.06.2016 wechselte ich eineweitere Klasse höher, sodass sich die vielen Trainingsstunden doch in Leistung und Erfahrung widerspiegelten. Ich schloss das zweite Jahr meinerRennsport-Karriere mit einem hervorragenden 3. Platz ab und wurde abermals „Rookie of the year“.

 

Für 2017 setzte ich mir neue Ziele. Ich wollte eine richtige, klangvolle und professionelle nationale Meisterschaft fahren und so meldete mich mein Manager bei der „Schweizer Kart Meisterschaft SKM 2017“ an. Im April 2017 startete ich in Casteletto di Branduzzo (It) und fuhr auf den 10/23 Platz. Das Jahr 2017 war ein Lehr-Jahr und so hatte ich an jedem der 7 Renn-Wochenenden ein stark beeinträchtigendes Erlebnis: Motorschaden, 10-Sekunden-Strafe, Disqualifikation, Unfall (2), Dreher (2), 3-Sekundenstrafe.

 

Dennoch beendete ich das erste Jahr der Schweizer Kart Meisterschaft auf Platz 12 und bekam abermals als jüngster (9 Jahre und 1 Woche) und schnellster Newcomer den offiziellen Titel „Rookie of the year 2017 SKM“. Das Pech- und Lehrjahr hatte aber auch 3 gute Seiten, resp. 3 TOP-Ergebnisse zu verzeichnen. In Levier wurde ich 2. In der Schaffhauser Club-Meisterschaft und in Locarno 3. Der Locarner Club-Meisterschaft.

 

Im Oktober 2017 nahm ich das zweite Mal in meinem Leben am Easy-Kart Weltfinale in Casteletto teil. Nach über 15 Monaten, in denen ich kein Easy Kart mehr gefahren bin, mass ich mich mit den 35 Weltbesten Easy-Kart Fahrern. Darunter waren namhafte Piloten berühmter Väter aus der Formel 1. Ich fuhr letztendlich als abermals deutlich Jüngster auf den 8. Platz vor. Wie ich meine, der grösste Erfolg meiner noch jungen Karriere.

 

Als nach wie vor Jüngster meiner Klasse Super Mini (ich bin jetzt 9 ½ und meine Konkurrenten sind alle zwischen 11 und 13 Jahre alt) bin ich motiviert, mich unter den 5 TOP-Fahrern zu etablieren. Ich habe mir Respekt erarbeitet und eine unbändige Lust, zu überholen.

 

Ich will mehr davon ….